Wandern im Schwarzwald

Posted by admin on Feb 24th, 2008

Bei der Wahl der Wanderziele 2007 schaffte es der Schwarzwald mit seinen rund 23.000 Kilometer ausgeschilderter Wanderwege auf den 4. Platz hinter dem Karwendelgbirge, der Sächsischen Schweiz und den Allgäuer Alpen.
Wer zum ersten Mal zum Wandern in den Schwarzwald kommt, wird über die große Anzahl an Wanderwegen überrascht sein. Die Wanderwege sind durch entsprechend farbig markierte Zeichen am Wegesrand und mit dem jeweiligen Namen gekennzeichnet.
Das Wandern im Schwarzwald hat beinahe Kultstatus, den man sich hier als Besucher kaum entziehen kann, trifft man beim Wandern selbst in dem kleinsten Ort auf Einheimische, können Sie einem ohne Weiteres den weiteren Weg weisen, denn es scheint als ob die Bewohner des Schwarzwaldes alle Wanderrouten auswendig kennen. Das Wandern hier ist nicht nur bloßer Volkssport oder Zeitvertreib sondern ist mit dem Schwarzwald traditionell verwurzelt.

 

Wandern im Schwarzwald

 

Der berühmte Westweg wurde 1900 vom Schwarzwaldverein als erster Fernwanderweg angelegt. Er ist mit rund 285 Kilometern auch der längste der drei Schwarzwald-Längswege. 2007 wurde er den Bedürfnissen moderner Wanderer angepasst, teilweise verlegt und zum “Qualitätswanderweg” umgestaltet. Seit 2005 wird die legendäre und älteste Fernwanderroute Deutschlands vom Schwarzwaldverein und der Schwarzwald Tourismus Gesellschaft den Bedürfnissen moderner Wanderer angepasst. Dazu wurden Streckenabschnitte verlegt, Wege wieder naturnaher gestaltet und rund 130 Gastgeber am Weg geschult. Im Frühjahr 2007 bekam der Westweg das Gütesiegel “Qualitätswanderweg” des Deutschen Wanderverbandes.
Die Auszeichnungen werden am 12. Januar 2008 im Rahmen der CMT in Stuttgart verliehen.
Das Wandern durch die weite Landschaft des Schwarzwaldes hat schon fast meditativen Charakter. Ähnlich wie auf einer Pilgerroute begegnet man auf den Wanderwegen Gleichgesinnten, die einem freundlich entgegenblicken. Nicht nur die Landschaft sondern auch die Menschen machen den Schwarzwald zu einem lohnenswerten Ziel.

Sagen und Geschichten um den Schwarzwald

Posted by admin on Feb 8th, 2008

Der Schwarzwald hat mit seinen Sagen und Geschichten ein vielsagendes Erbe über die tief verwurzelte Religiösität und die unmenschlichen Ereignisse des Dreißigjähriges Krieges hinterlassen. Doch ist der Schwarzwald auch seit Jahrtausenden Ort mystischer Kultstätten, die durch die Kelten geprägt wurden.

So sind im Schwarzwald eine Reihe von legendenhaften Stätten zu finden, die den gegenwärtigen Besucher immer noch ein wenig erschaudern lassen.
So ist einer der berühmtesten Bäume, in dem etwas eingewachsen ist, der “Balzer Herrgott” im Schwarzwald. Es ist eine Christusfigur aus Sandstein, die von einer Buche umwachsen worden ist. Der Baum ist seit mehreren Jahrzehnten bekannt und ist zu einem viel besuchten Pilgerort geworden. Der Legende nach wurde das Brunnenbecken aus rotem Sandstein vom Teufel höchstpersönlich dem Kloster St. Ulrich im Möhlintal südlich von Freiburg geliefert. Die Brunnenschale aus dem 11. Jahrhundert wird daher auch Teufelsstein genannt.
So existiert auch die Sage vom Mutesheer, welches früher vom Teufel angeführt marodierend durch das Land zog, die Sage vom buckligen Männlein in Langenalb, der Margräfin im Hotzental, der durch ein Kreuzlemesser verwundete Hexe und des Glockenfelsen im Wehratal.
Besonders schaurig ist die Sage vom blutenden Gras, wonach ein Mäher einem Metzger den Kopf abgeschlagen hatte und ihn seiner Gelbörse beraubte. Denn Kopf und den Leib des Metzgers verscharrte der Mäher, doch immer wenn er an dieser Stelle das Gras mähte, blutete das Gras.
Sagen und Geschichten um den Schwarzwald gibt es in schier endloser Menge, doch sie haben meistens den Kampf gegen das Bösen, Themen des Krieges, Rache und Gerechtigkeit für die Opfer zum Inhalt. Die zahlreichen Kultstätten sollte man während eines Schwarzwald-Urlaubs aufsuchen.